Buchtipp: Die Pomodoro-Technik in der Praxis

Ein ganzes Buch über die Pomodoro-Technik. Ist das nicht etwas übertrieben? Viel mehr als Timer einstellen und Ablenkungen ausschalten braucht es doch nicht. Dafür soll man ein komplettes Buch lesen? Und was steht da überhaupt alles drin?

Buchtipp: Pomodoro-Technik in der Praxis

Buchtipp: Pomodoro-Technik in der Praxis

Die Pomodoro-Technik in der Praxis: Der einfache Weg, mehr in kürzerer Zeit zu erledigen von Staffan Nöteberg ist mehr als nur ein Buch über die Pomodoro-Technik. Natürlich steht das Arbeiten mit den Pomodori – kurze, ablenkungsfreie Konzentrationsphasen im Wechsel mit Pausen – im Mittelpunkt. Er stellt die Methode ausführlich, aber ohne unnötigen Ballast, und leicht verständlich vor.

Pomodoro-Technik und mehr

Aber er macht noch viel mehr. Denn Nöteberg hat ein komplettes Selbstmanagement-System, ausgehend von der Pomodoro-Technik, entwickelt. So ist eine Anleitung, um die eigene Produktivität nachhaltig zu steigern, entstanden.

Selbstmanagement mit der Pomodoro-Technik

Er zeigt, wie man mit der Pomodoro-Technik den kompletten Arbeitstag und Projekte managt. Aufgaben schätzen, planen und priorisieren? Die eigenen Arbeitsergebnisse messen und kontinuierlich verbessern? Alles kein Problem mit Nötebergs Pomodoro-System.

Die Pomodoro-Technik wird so zu einem mächtigen Produktivitäts-System, für Projekte, zum Selbstmanagement, um die eigene Produktivität zu überprüfen und zu optimieren.

Aus der Praxis für die Praxis

Eine Stärke des Buchs ist der Praxisbezug. Man merkt, dass Nöteberg sein System im Arbeitsalltag entwickelt hat. Viele Empfehlungen aus der Praxis helfen, die Technik in den Arbeitstag zu integrieren, Schwierigkeiten zu überwinden, mit Ablenkungen umzugehen und das System an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Er gibt Tipps zum Üben und zeigt Möglichkeiten auf, wie auch Meetings und Teamarbeit von der Pomodoro-Technik profitieren können.

So arbeitet unser Gehirn – Ein bisschen Theorie muss sein

Um die Effektivität der Pomodoro-Technik besser verstehen zu können, hat er der Arbeitsweise unseres Gehirns ein komplettes Kapitel gewidmet. Nöteberg erklärt, was für eine Rolle Stress, Schlaf und Erholung bei der Produktivität spielen. Er zeigt auf, wie der Denkapparat Informationen verarbeitet, welchen Einfluss Rhythmus, Rituale und Reflexe haben. All dies ist nicht zwangsläufig nötig, um die Pomodoro-Technik anzuwenden. Dennoch hilft es, ihre Funktionsweise zu verstehen und das eigene Potenzial besser zu nutzen. Lesenswert ist es auf jeden Fall, denn selten wird einem so leicht verständlich die Arbeitsweise des Gehirns erklärt.

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Für wen ist das Buch geeignet

Die Pomodoro – Technik in der Praxis ist jedem zu empfehlen, der nach einer Methode sucht, um konzentrierter und effektiver zu arbeiten. Kurzum, alle, die in weniger Zeit mehr erledigen wollen.

Dabei ist es ganz gleich, ob man nur die Pomodoro-Sprints einsetzen möchte oder ein umfassendes Selbstmanagement-Systeme sucht. Das Buch hilft, komplexe Projekte zu managen und einfach produktiver zu arbeiten.

Auch wenn er aus einer simplen Produktivitäts-Technik ein vollständiges Selbstmanagement-System gemacht hat, bleibt die Einfachheit der Pomodoro-Technik erhalten. Selbst erfahrene Pomodoristi profitieren von der Lektüre und bekommen gleichzeitig ein komplettes System, das zwar auf der Pomodoro-Technik aufbaut, jedoch weit darüber hinaus geht, ohne die Grundprinzipien aus den Augen zu verlieren. Mir hat das Buch auf jeden Fall Möglichkeiten zum Einsatz der Pomodoro-Technik aufgezeigt, die mir bis dahin vollkommen unbekannt waren.

Steffan Nöteberg

Die Pomodoro-Technik in der Praxis

Der einfache Weg, mehr in kürzerer Zeit zu erledigen
dpunkt.verlag, Heidelberg, 2011